Heilpädagogisches Wohnen Neu-Berich

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Nach dem Krieg wuchs Haus Waldfrieden wieder. Um- und Neubauten entstanden. So erweiterte das Rehabilitationszentrum Bathildisheim 1975 mit einem Kostenaufwand von über neun Millionen Mark den Gebäudekomplex in Neu-Berich. Dabei wurden die letzten Häuser des aus dem Jahr 1790 stammenden ehemaligen Gutshofes, in dem inzwischen 70 Menschen mit Behinderung untergebracht waren, abgerissen.

Heute gliedert sich die Arbeit dort in zwei Bereiche: in das Heilpädagogische Wohnen und in die Bathildisheimer Werkstätten. Dort finden etwa 120 Menschen mit körperlicher, geistiger, seelischer oder Mehrfach-Behinderung Arbeit. Das Bathildisheim beschäftigt dort Menschen in den Arbeitsbereichen:

  • Aktenvernichtung
  • Industriemontage- und Verpackung
  • Konfektionieren
  • Elektromontage
  • Metallbearbeitung mit CNC-Technik
  • Anlagenpflege
  • Lagerlogistik
  • Telefonzentrale

Die enge Verbindung zwischen Neu-Berich und dem Haus Waldfrieden ist auch nach außen sichtbar: So wurde die Straße zu den Heilpädagogischen Wohneinrichtungen als Emilie-Engelmann-Straße benannt. Noch heute erzählt man im Dorf von der Diakonisse, die in den 40er Jahren auch für die medizinische Betreuung der Neu-Bericher sorgte.

Auch in den Einrichtungen selbst wird die Erinnerung an die engagierte Frau gepflegt: Im Dezember 2006 wurde im Wirtschaftsgebäude das Café Mielchen eröffnet, gemeinsam betrieben von den Werkstätten und den Wohneinrichtungen. Das Café soll Begegnungsstätte für Bewohner, Beschäftigte, Freunde und Besucher sein, erklärte Bernd Itter, technischer Leiter der Bathildisheimer Werkstätten zur Eröffnung. Und es soll natürlich an Diakonisse Emilie Engelmann erinnern, die sich stets für das Wohl von Menschen mit Behinderung einsetzte.

Quelle: Bathildesheim Bad Arolsen
Autor dieses Textes: Bernd Schünemann

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